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Der digitale Arzt und Zahnarzt
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Der digitale Arzt und Zahnarzt

Der Deutsche Ärztetag 2017 hat sich positioniert. DAS Thema dieser Zeit, das den Arzt oder Zahnarzt am meisten beschäftigt, ist die Digitalisierung des Gesundheitswesens, also die Praxis der Ärzte. Anders als noch vor Jahren, will die Mehrheit der Ärzte aktiv die digitale Umgestaltung ihrer Praxen mitgestalten. Und das ist gut so!
 
Es geht nicht allein um den Aufbau der Telematikinfrastruktur. So soll die digitale Gesundheitsversorgung neben der Telemedizin, Gesundheits-Apps oder Big Data auch in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung eine größere Rolle spielen. Die Rolle des Arztes wird sich vom Informationsgeber zum Begleiter und Navigator des Patienten wandeln.

Es ist eine Win-Win-Situation für Patienten und Ärzte. Eine im März 2017 durchgeführte Umfrage von Bitkom hat ergeben, dass

• 45% Gesundheits-Apps nutzen, weitere 45% können sich vorstellen sie zu nutzen. Aus dem Foto einer Mahlzeit lassen sich der Kalorien- und Nährstoffgehalt per    Google-App berechnen. Die Diagnosekompetenz eines Arztes wird durch Sensoren ersetzt.
• 43% würden gern die Untersuchungsergebnisse in digitaler Form erhalten,
• 18% haben online bereits einen Arzttermin vereinbart, weitere 40% können sich vorstellen dies künftig zu tun,
• 14% werden bereits per SMS oder E-Mail an einen Arzt-Termin erinnert, 45% wünschen sich diesen Service für die Zukunft,
• 48% können es für sich vorstellen, dass Operationen von Spezialisten aus der Ferne unterstützt werden.

Die oben aufgeführten digitalen Möglichkeiten haben mit der reinen Patientenuntersuchung nichts zu tun. Es sind Servicebestandteile der Dienstleistung Arzt. Alles irgendwie nichts neues zum Thema Digitalisierung in der Arztpraxis.

Vorbehalte der Patienten bestehen gegenüber einer telemedizinischen Überwachung des eigenen Gesundheitszustandes. Nur jeder Dritte (31%) hält dies künftig für sich selbst für denkbar. 74% der Befragten wollen Herr im Haus ihrer Daten sein und selbst darüber bestimmen wollen, welche Ärzte Zugriff auf die digitalen Daten in ihrer E-Akte erhalten sollen. Aber 60% wollen, dass die sie behandelnden Ärzte Zugriff auf ihre Daten bekommen, wenn sie an andere Ärzte überwiesen und dort weiter behandelt werden. 32% würden diese Entscheidung sogar ihren Familienangehörigen übertragen.

Auch die Krankenkassen fragten Ihre Mitglieder nach deren Ansichten zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Techniker Krankenkasse hat dabei erfahren, dass

• zwei Drittel der Befragten in der Digitalisierung eher Vor- als Nachteile sehen,
• acht von zehn Befragten sind der Ansicht, dass durch die Digitalisierung die Behandlungsqualität steigt, weil sich Ärzte besser und schneller austauschen können,
• 59% gehen davon aus, dass Krankheiten durch die Digitalisierung früher erkannt werden und damit früher behandelt werden können,
• zwei Drittel versprechen sich von der Digitalisierung effizientere und kostengünstigere Behandlungsabläufe,
• 84% würden gern das Ausstellen von Rezepten über das Internet abwickeln,
• 50% der Patienten ist zu Video-Chats mit dem Arzt bereit,
• ein Drittel kann sich die Online-Diagnose vorstellen.

Es hat den Anschein, als wären die Patienten viel viel weiter in der digitalen Zukunft des Gesundheitswesens, als die Ärzte als Anbieter von Gesundheitsleistungen selbst. Auf der anderen Seite können an diesen Umfragen die Ärzte sehr gut erkennen, was sich ihre Patienten wünschen und sie können selbst den Nutzen für die Patienten Schritt für Schritt ausbauen. Ein Patient wird zum Nutzer oder Kunden. Und das ohne ein großes medizinisches Investitionsvolumen stemmen zu müssen.

Ein Diktat von oben zur Digitalkompetenz des Arztes als seine neue Aufgabe muss es nicht sein. Nur wie kann sich die Praxis den Wünschen ihrer Patienten annähern. Sie brauchen in erster Linie Zeit für die Entwicklung des eigenen Konzeptes. Mithilfe ihres Personals und der bereits bestehenden Möglichkeiten in der Abrechnungssoftware lässt sich schon einiges umsetzen.

Zeit, ja Zeit müsste man haben! Die schafft man sich durch Delegation von eigenen Aufgaben und der Ausbildung des Personals. Wenn Sie die Digitalisierung in Ihrer Praxis angehen, dann vergessen Sie nicht Ihre verwaltenden Aufgaben einzubeziehen. Diese kosten Sie jede Menge Zeit, tragen aber viel Entlastungspotenzial in sich. Wie wäre es:

• Wenn der Patient seine Rechnung digital zusammen mit der Diagnose, dem Rezept und der Therapie bekäme?
• Wenn Sie alle Ihre erhaltenen Eingangsrechnungen für einen Garantiefall, eine Reklamation oder schlicht zum Nachschlagen einer Bezeichnung jederzeit digital im Zugriff hätten?
• Wenn aus Ihren Rechnungen im gleichen Schritt digitale Überweisungen würden?
• Wenn Sie durch transparente Überweisungsübersichten keine Skontofrist versäumen?
• Wenn Sie Ihre Praxisfinanzen / -liquidität jederzeit im Auge hätten?
• Wenn Ihre Rechnungen gleichzeitig Ihrem Steuerberater für die digitale Buchführung zur Verfügung stünden und Aufbereitungs- und Postlaufzeit entfielen?
• Wenn Ihre BWA zur Praxissteuerung, statt vergraben unter Fachzeitschriften und Eingangspost. jederzeit digital im Zugriff wäre, ohne sie abheften zu müssen?
• Wenn Sie zur Finanzierung Ihrer nächsten Investition Ihrer Bank Ihre Gewinnermittlung und BWA einfach mit einem Mausklick weiterleiten?
• Wenn Sie Ihre Lohnauswertungen und –überweisungen digital vorbereitet ohne weiteres Papier bekämen?
• Wenn die Gehaltsabrechnung Ihres Personals von diesen selbst per digitalem Zugriff abgerufen und abgelegt wird?
• Wenn Sie Gehaltsänderungen oder Personalwechsel zu der Zeit, die Ihnen passt, an Ihr Lohnbüro weitergeben ohne Ihren Praxisablauf unterbrechen zu müssen?
• Und, und, und ....

Telemedizin ist ein Werkzeug, um die Ärzte zu entlasten und eine flächendeckende Patientenversorgung zu unterstützen. Google, Apple und selbst Mercedes – alle forschen im boomenden Gesundheitsbereich, der die Grenzen zwischen Medizin und Liefestyle zumindest bröckeln lassen wird. Ein Teil der ärztlichen Kompetenz wird durch private Firmen übernommen und entlastet die Krankenkassen. Telemedizin hilft den Patienten ihren Gesundheitszustand zeitsparend mitzubeeinflussen. Patienten suchen sich ihren Arzt nach seiner Daten-Kompetenz aus, etwas mit den Daten des Patienten anfangen zu können. Vielleicht könnte dadurch die Kostenexplosion im Gesundheitswesen wirksam aufgefangen werden.

Lt. Sascha Lobo, einem IT Blogger, ist die wirksamste Methode, dem Gruselfaktor Digitalisierung zu begegnen, sich damit auseinanderzusetzen. Fortschritt lasse sich nicht aufhalten. Die Digitalisierung anderer Praxisprozesse hilft Ihnen Zeit für Behandlungszeit zu schaffen, Patientennutzen zu steigern und sich auch selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei den verwaltenden Praxisprozessen können wir Ihnen zum Teil kostenlos Unterstützung anbieten. Rufen Sie uns an!



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